Isolcell

Wir stehen für kontrollierte Atmosphäre

Die 1950er-Jahre sind die Ära des Aufschwungs, des Wirtschaftswunders, das ganz neue Lebensstile mit sich bringt. Und einen ganz neuen Konsum, von dem man auch in Südtirol profitiert. Schließlich gilt die Region als eines der größten und wichtigsten Obstanbaugebiete Europas und exportiert Äpfel und Birnen in alle Welt.

Es ist dieses Obst, das die Wurzel unseres Unternehmens bildet – oder besser: dessen Konservierung. 1958 wird Isolcell gegründet, um die Möglichkeiten auszuloten, die die Technologie der kontrollierten Atmosphäre für die Konservierung von Äpfeln und Birnen bietet. Das Unternehmen wächst nicht nur mit den Ernten, es wächst nicht nur mit der sich stetig entwickelnden Technik, es wächst auch, weil man imstande ist, mit dem Markt Schritt zu halten. So wird aus einem Familienbetrieb ein modernes Unternehmen, das heute Teil einer von der Finanziaria Unterland AG geführten Unternehmensgruppe ist. Und so wird aus einem kleinen Unternehmen der Weltmarktführer im Bereich der kontrollierten Atmosphäre.

Warum? Weil wir nie stehengeblieben sind. Von der Konservierung von Obst und Gemüse haben wir unser Know-how auf immer weitere Bereiche übertragen: auf die Erdöl- und die Pharmaindustrie, auf die Elektronik und den Schiffsbau, auf die Metallverarbeitung, auf Wärmebehandlung und Laserschnitt und nicht zuletzt auf die Konservierung von Kulturschätzen. Herausforderungen – das erkennt man an der Aufzählung – lassen uns bei Isolcell wachsen, Grenzen kennen wir keine.

Innovationsschöpfer

Isolcell ist Urheber von mehr als 30 Patenten.

Wer in einer Branche wie der unseren stehenbleibt, hat verloren. Deshalb gilt der Forschung und Entwicklung seit jeher unser Hauptaugenmerk, ein großer Teil unserer Ressourcen fließt in die Entwicklung und Fertigung neuer Produkte. Dabei unterscheiden wir nicht zwischen den einzelnen Abteilungen, sondern setzen die Fähigkeit, Probleme anzugehen und zu lösen, in allen unseren Arbeitsbereichen voraus. Und bei allen, die für uns arbeiten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, und zwar weltweit: mittlerweile hat Isolcell mehr als 30 internationale Patente angemeldet und hält für jedes Problem eine passende Lösung bereit.

Wer nun glaubt, auf diesen Lorbeeren ließe es sich ausruhen, kennt uns schlecht. Wir arbeiten auch weiterhin mit Universitäten und Forschungsinstituten zusammen, mit denen wir marktfähige Produkte entwickeln. Mehr noch: Seit dem Jahr 2000 sind wir selbst vom Wissenschaftsministerium als Forschungseinrichtung anerkannt worden. Mit Brief und Siegel.

Qualitätsargumente

…für Produkte und in der Dienstleistung

Höchste Qualität ist das, was uns seit jeher auszeichnet. Wenn wir also seit mehr als 60 Jahren die Entwicklung in unserer Branche vorgeben, dann ist das kein Zufall, sondern Folge unserer Einstellung. Und die lautet: Nie stehenbleiben, sich nie ausruhen, stetig an der Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen arbeiten.

Dass wir uns etwa bei der Entwicklung und Fertigung unserer Maschinen und Anlagen nur an den höchsten Standards messen, ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir alle europa- und weltweit geltenden Normen in Sachen Sicherheit und Umweltschutz einhalten ebenso.

Und was für unsere Produktion gilt, gilt auch für unsere Dienstleistungen. Im Kontakt mit den Kunden setzen wir auf Flexibilität und Zuverlässigkeit und nicht zuletzt darauf, dass wir für sie in allererster Linie Problemlöser sind. Das ist mittlerweile auch anerkannt, ist unser Unternehmen doch ISO 18000 zertifiziert.

Und nicht nur das: seit 2001 erfüllt unser Qualitätssystem auch alle Voraussetzungen nach ISO 9001.

Geschichte

…hat für uns ein Ziel: stetige Verbesserung

Wirft man einen Blick auf unsere Geschichte, erkennt man die beiden größten Einflüsse: die Entwicklung der Technik und jene des Marktes.
Wir von Isolcell hatten und haben diese beiden Entwicklungen nicht nur im Blick, wir gestalten sie aktiv mit: durch Forschung, Entwicklung, Innovation und ein immer breiteres Handlungsfeld – nicht nur, aber auch geographisch.

1950er-Jahre

1958

Isolcell entsteht, der erste Firmensitz ist Bozen.

Ende der 1950er-Jahre errichten wir in Südtirol und im Trentino erste Zellen mit kontrollierter Atmosphäre, die eine optimale Lagerung von Äpfeln und Birnen ermöglichen. Um die Kühlzellen gasdicht zu machen, werden damals noch geteerte Alublätter verwendet, die auf Polystyrol-Paneele aufgeklebt werden.

Wir sind die ersten, die eine stetige Kontrolle von Sauerstoff- und CO2-Gehalt anbieten, anfangs noch manuell. Für die Kontrolle setzen wir damals noch auf die ORSAT-Technik.

Schon 1960 macht die Isoliertechnik einen enormen Schritt nach vorn, Isolcell setzt nun in Sachen Gasdichte mit Glaswolle armierte Kunstharze ein.

1960er-Jahre

1961

Isolcell wird exklusiver Vertriebspartner für den ersten Kohlendioxid-Adsorber mit Diethanolamin, den das britische Unternehmen Hall Thermotank baut. Schon zwei Jahre später stellt Isolcell den Adsorber als Lizenzunternehmen selbst her und erobert damit den Markt in ganz Europa. 1963 entwickeln wir zudem erste CO2-Adsorber, die mit einer Kaliumcarbonat-Lösung arbeiten.

1965

Gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmen Sulzer entwickeln wir den ersten Aktivkohle-CO2-Adsorber, der die gesamte Technik in diesem Bereich revolutioniert. Noch heute funktionieren moderne Scrubber nach dem damals entwickelten Prinzip.

1969

Isolcell entwickelt DEOXO, einen Verbrennungs-Katalysator, mit dessen Hilfe der Sauerstoffgehalt in den Kühlzellen der Obstlager entscheidend verringert werden kann.

1970er-Jahre

1970

Wir verfeinern unsere Katalysatortechnik Schritt für Schritt, erhöhen dadurch deren Effizienz und entwickeln ein Propan-Verbrennungssystem, das wir unter dem Namen ISOGEN auf den Markt bringen. Zudem sind wir die ersten auf dem italienischen Markt, die vorgefertigte Metall-Polyurethan-Paneele für die Konstruktion von CA-Zellen verwenden. Zugleich wird das von uns entwickelte Isolcoat auf den Markt gebracht, ein höchst elastisches und flexibles Acrylharz, das heute noch als Standard bei der Gasabdichtung von Kühlzellen gilt.

1972

Isolcell entwickelt die ersten paramagnetischen und Ultraschall-Messgeräte für den Sauerstoff- und Kohlendioxid-Gehalt und bringt erstmals in Europa automatisierte CA-Anlagen auf den Markt, die elektromechanisch programmiert werden können.

Das Unternehmen übersiedelt darüber hinaus nach Leifers – in den auch heute noch aktuellen Firmensitz.

1978
Wir sind die ersten in Europa, die auf die Idee kommen, Lebensmittel mit Hilfe niedriger Sauerstoff-Niveaus schadstofffrei zu machen. So müssen keine chemischen Mittel mehr eingesetzt werden, weshalb diese Methode auch heute noch Standard ist – zumindest dann, wenn die ökologische Messlatte hoch liegt.

1980er-Jahre

1980

In den frühen 1980er-Jahren setzt Isolcell als erstes Unternehmen einen CO2-Adsorber im Verbrennungsprozess eines Stickstoff-Generators ein. So entstand der NITROGEN, der erste Generator, der Stickstoff gänzlich ohne CO2-Rückstände produzieren konnte – anders als alle seine Vorgänger. Der NITROGEN galt bis Ende der 1990er-Jahre weltweit als Maß aller Dinge.

1982

Isolcell führt als erstes europäisches Unternehmen eine amerikanische Technologie in die Stickstoffproduktion ein, die auf die molekulare Trennung der Luft setzt. Der daraus entstehende N2 Separator ist der erste Stickstoffgenerator, der auf dem Prinzip des Molekularfilters basiert. Zudem sind wir die ersten, die die ULO-Technologie (Ultra Low Oxygen) in die Obstkonservierung einbringen. Wie der Name schon erahnen lässt, setzt diese Technologie auf extrem niedrige Sauerstoffniveaus und ermöglicht es, frisches Obst drei Mal länger zu konservieren als bisher.

Mit der Einführung des PCs entwickeln wir die ersten Monitoring- und Kontrollsysteme für CA-Anlagen, die gänzlich computergesteuert funktionieren. Zudem erscheinen erste Artikel über die schädlichen Auswirkungen von Ethylen auf die Fruchtalterung, auf die Isolcell mit einer ganzen Reihe von chemischen Luftreinigern reagiert. Das Prinzip, nach dem sie funktionieren, ist auch heute noch Standard.

1984

Als erstes Unternehmen weltweit setzen wir im Schiffstransport von frischem Obst auf die Technologie der kontrollierten Atmosphäre. Zudem beginnen wir damit, erste Stickstoff-Generatoren mit Molekularfiltern zu produzieren, die sich der PSA-Technologie (Pressure Swing Adsorber) bedienen.

1990er-Jahre

1990

Angesichts des enormen Erfolges unserer PSA-Generatoren modernisieren wir die gesamte Anlagenpalette, die künftig modular und anpassbar ist. Zudem wird unser neues System zur Wiederaufbereitung von CO2-Adsorbern patentiert, das mit Stickstoff arbeitet und damit Sauerstoff-Rückflüsse in die Kühlzellen verhindert. Unsere Technik wird auch vom Staat anerkannt, der sie einsetzt, um Tabak gegen Parasiten zu schützen, ohne auf chemische Mittel zurückgreifen zu müssen. Damit ist Isolcell italienweit das erste Unternehmen, das über ein umweltfreundliches System zum Schutz von Tabak verfügt.

1994

Dank des Einsatzes der patentierten VSA-Technologie (Vacuum Swing Adsorber) entwickeln wir die ersten Stickstoffgeneratoren mit Molekularfiltern, die mit Niedrigdruck und daher energiesparend arbeiten. Zudem bieten wir unsere Stickstoffgeneratoren nun auch für die Weinherstellung an.

1998

Wir entwickeln und patentieren den ADOX, den ersten Sauerstoff-Adsorber mit geschlossenem Kreislauf. Er gilt noch heute weltweit als Maß aller Dinge, wenn es um Energieeffizienz und die Notwendigkeit geht, das Sauerstoffniveau in geschlossenen Räumen spürbar zu senken.

2000er-Jahre

2000

Wir entwickeln unsere Ethylenwäscher um die DEOXYL L.E.-Linie weiter, wobei das Kürzel L.E. für „Low Energy“ steht, also einen weit niedrigeren Energieverbrauch als bei herkömmlichen Anlagen.

2001

Für das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen, in dem auch der Ötzi ausgestellt ist, entwickeln wir die ersten Ausstellungsvitrinen mit kontrollierter Atmosphäre. In den Vitrinen wird nicht nur die Temperatur konstant gehalten, sondern auch die Luftfeuchtigkeit und der Restsauerstoffgehalt. Nicht zuletzt wird so der Staubbildung vorgebeugt und die Bakterienbelastung der Ausstellungsstücke minimiert.

2003

Wir werden weltweiter Exklusivpartner einer revolutionären Technologie, die von der kanadischen Regierung entwickelt worden ist und führen das Konzept der D.C.A., der dynamisch kontrollierten Atmosphäre, in der Obstlagerung ein.

Unser neues Kontrollsystem für CO2-Adsorber wird patentiert und wir entwickeln die I.S.-Linie (Intelligent Scrubber). Die neuen Adsorber erreichen Leistungsniveau, die bis dahin undenkbar schienen. Zudem hebt Isolcell die Industry Division aus der Taufe.

2005

Die Fire Prevention Division entsteht, die das System „N2 FIREFIGHTER®“ vertreibt und auch im Brandschutz auf die Senkung des Sauerstoffgehalts in der Luft setzt.

2009

Nach vier Jahren eingehender Prüfung erhält Isolcell alle notwendigen europäischen Zertifikate für N2 FIRFIGHTER®, in Österreich wird Isolcell als Hersteller und Installateur von Sicherheitsanlagen anerkannt.

2010er-Jahre

2012

Isolcell setzt einen weiteren entscheidenden Schritt in der Entwicklung der Konservierung von frischem Obst. Mit der ECO-Linie werden hocheffiziente CO2-Adsorber eingeführt, die im Vergleich zu ihren Vorgängern einen um bis zu 50 Prozent geringeren Energiebedarf aufweisen. Die ECO-Adsorber werden weltweit zur neuen Benchmark. Zugleich verfeinern wir das Kontrollsystem der PSA-Generatoren und patentieren ein neues System, mit dem nicht nur ein homogenerer Stickstofffluss erreicht wird, sondern auch die Energieeffizienz enorm gesteigert wird.

2013

GEN2ION kommt auf den Markt, unser innovatives sauerstoffarmes Lackiersystem, mit dem die Kosten industrieller Lackierungen spürbar gesenkt werden können. Mehr noch: Das neue System steigert auch die Qualität der Lackierung.

2015

Isolcell stellt ein neues System für die Konservierung von Kulturschätzen vor, das das Kürzel DAN2TE trägt. Es steht für „Developed for Art Nitrogen Treatment Equipment“